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plattenkritik

blues explosion : crunchy
bereits erschienen (mute)

"crunchy" heiß die neueste singleauskopplung von blues explosion. groovende rhythtmen beginnen das scheinbare kernstück der cd und versetzen den hörer zurück in das england der sechziger jahre. der dortige austausch zwischen folk-revival und nachkriegsjazz findet sich als anschauung in "crunchy" wieder. die komposition der musikstile ruft eine art blues hervor, der zwar eng mit der schwarzen blues-tradition aus den usa verwachsen scheint, aber keine regelmäßigkeiten kennt. und eben diese musikalische weite offenbart sich nicht nur in "crunchy", sondern auch in vier remixen, "mars arizona" (dfa mix), "crunchy" (solex bounce mix), "hot gossip" (!!! mix) sowie "crunchy" (!!! mix).
mit viel ruhe und musikalischer feinfühligkeit führen die !!! in ihre remixe ein, nutzen afrikanische schlaginstrumente des ur-blues, um zerbrechliche percussionwände aufzubauen, die sie im folgenden immer wieder mit beißenden elektro-beats unterlaufen. eine art new-elektro-blues-noir bildet die zusammenstellung der fünf songs und verweist zugleich auf entstehung eines musikstils, der seinen höhepunkt in den sechziger jahren während der sozialen revolution noch nicht gefunden zu haben scheint.
(jf)