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plattenkritik

cold war kids : robbers and cowards
bereits erschienen, (v2)

die neueste blog sensation, deren name sich passenderweise selbst von einer website ableitet, die bassist matt maust ins netz stellte, um seine reiseeindrücke aus osteuropa (hallo beirut!) festzuhalten, legt mit robbers and cowards ein sehr abwechslungsreiches debüt vor. als anfang letzten jahres unter den selben vorzeichen (brandneu, das nächste große ding und nur durch das medium internet zunächst verbreitet) das clap your hands say yeah album erschien, fiel es den kritikern erstaunlich schwer vergleiche zu ziehen, zu eigenständig, zu seltsam und neu kamen die songs daher.
bei den kindern des kalten krieges sind die kollegen, neben den white stripes als einfluss deutlich spürbar, was sich zu letzt auch darin zeigte dass die neulinge von clap your hands say yeah als support für die deutschland gebucht wurden.
prägend für das album ist zunächst der knödelige gesang von sänger nathan willet, der auf albumlänge zuweilen anstregend wirkt. trotzdem, grade für eine debüt sind die cold war kids sowohl musikalisch als auch textlich schon ziemlich weit.
die erste single hang me up to dry ist beim ersten hören vor allem sperrig mit ihrem verschleppten beat, dem piano das klingt als wolle es einen ganz anderen song spielen und würde nur vom eindringlichen gesang davon abgehalten und der als instrument eingesetzten fahrradkette. trotzdem, erstaunlicherwiese ging mir der song den ganzen abend nicht mehr aus dem kopf. daneben gibt es noch einige andere magische momente wie der opener in dem die geschiche eines ewige abstinenz schwörenden alkoholikers dargeboten wird und nathan mit tieftrauriger stimme den refrain "i promised to my wife and children, i never touch a drink as long as i live” anstimmt und zu dem tragischen schluss kommt "this will all blow over in time”
erstaunlich ist die bandbreite der band und des sängers, was in dem ruhigen, jeff buckley lastigen "robbers” seinen ausdruck findet. ein berechtigter hype, dem nun ein gutes wenngleich kein außerordentliches debüt folgt.
(da)