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plattenkritik

the rascals : rascalize
v.ö.: 29.08.08, (deltasonic/cooperative music/universal)

ganz schön clever diese plattenfirmen! erst die "arctic monkeys" groß abfeiern, dann ein projekt des sängers mit dem sänger einer band machen lassen, die bis dato nicht mal ein album veröffentlicht hat, die "last shadow puppets" nämlich, die auch gehörig abfeiern und dann das album der anderen band veröffentlichen. schließlich sind jetzt alle neugierig, wie wohl ein album von miles kantes eigentlicher band "the rascals" klingt! ok, das album hier erscheint nicht auf "domino", aber so ganz zufällig wird das wohl nicht sein, oder?
nun die frage, die allen "artic monkeys" und "last shadow puppets" fans unter den nägeln brennt: wie sind sie denn nun auf albumlänge diese "rascals"?
kurz: überraschend gut! und wer dachte, alex turner von den "artic monkeys" wäre der wesentliche teil der "last shadow puppets", wird hier eines besseren belehrt: die songs der "rascals", die mit einer ausnahme alle miles kante geschrieben hat, klingen ganz schön nach dem projekt der beiden herren. nur ohne die streicher und den scott-walker-kitsch.
zwar beziehen sie sich laut info auch auf herrn walker, aber so ganz will man dem nicht zustimmen. dafür durchzieht die schöne 60er-space-echo-gitarre, die schon bei den "last shadow puppets" so fein war, das ganze album.
he, "people watching" hätte echt problemlos auf dem "last shadow puppets"-album dabei sein können. ansonsten heben die songs sich von jenen vor allem durch ein brise -ja, ich trau mich ja kaum dieses modische unwort zu schreiben- brit-pop(!) ab! mich persönlich stört das überhaupt nicht und macht "rascalize" zu einer echten überraschung!

(volker kindt)