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plattenkritik

ron sexsmith : time being
bereits erschienen (v2)

oh, das wird schwer, ohne sich unbeliebt zu machen, schätz ich. aber sag ich mal, wie´s ist: das neue album von everybodys darling ron sexsmith ist langeweile auf hohem niveau. ein grund könnte produzent mitchell froom sein, der schon mit suzanne vega und „crowded house“ zusammengearbeitet hat.
in fast allen stücken steht die akustikgitarre im mittelpunkt. singer/songwriter? ja, genau! aber die verbindung von tom petty rhythmen und eher belanglos wirkenden songs kann einen dieser tage nicht wirklich vom hocker reißen, zumal ja gerade heerscharen von singer/songwritern und diverse folkies wirklich grandiose alben veröffentlichen. da drängt sich die frage nach der notwendigkeit von „time being“ auf.
warum muss das album so reduziert daherkommen, fragt man sich besonders deshalb, weil die besten songs die aufwendig instrumentierten sind wie „i think we´re lost“ oder das stark an beatles erinnernde „the grim trucker“. überhaupt beatles: „time being“ klingt zu großen teilen schwer nach paul mccartney. nur: dessen letztes solo album war eine leider etwas untergegangene grandiose überraschung! es strotzte nur so vor ideen und abwechslung. von der frische des über 60-jährigen mccartney kann sich sexsmith eine gehörige scheibe abschneiden.
mein tipp: lieber mccartneys „chaos and creation in the backyard“ hören!
(vk)