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plattenkritik

six.by seven : artists cannibals poets thieves
vö: 08.08.05 (saturday night sunday morning records)

nach dem aufgelösten vertrag mit mantra/beggars banquet und dem austritt von 2 der fünf bandmitglieder sahen viele schon das ende von six.by seven gekommen. weit gefehlt: die band gründete kurzerhand ihr eigenes label "saturday night sunday morning records" und arbeitete an neuen songs. erster erfolg: der kleine clubhit "bochum". kurz darauf erschien das album ":04". da sie aber genügend songs aufgenommen hatten, erschienen jene, die es nicht auf ":04" geschafft hatten, als album, das nicht minder großartig war! das alles ist gerade mal ungefähr ein jahr her und schon liegt wieder ein neues album der drei nottinghamer vor.
fließbandproduktion? keine spur! "artists…" ist sehr vielseitig geworden. natürlich gibt es noch die kraftvollen gitarrenausbrüche. ihre begeisterung für bands wie spaceman 3 ist deutlich zu hören, glaubt man doch mit "in my time" eine gelungene neuaufnahme von deren "take me to the other side" zu hören. die monotonen beats und merkwürdigen gitarren lassen einen immer wieder an jene schwer drogenlastige musik denken. einige gesangsparts erinnern an den guten mark e. smith. (let´s throw some mud at the wall), echoboy klingt an, wenn´s etwas elektronischer wird, und mit "nowhere to go but home” haben six.by seven die fehlende single des letzten new order albums geliefert. dabei kommt die musik sehr poppig daher und verbindet das mit der typischen "rock´n´roll energie".
wenn sie diese platte live wieder wie früher mit viel stroboskop einsatz präsentieren, ist ein grandioses erlebnis garantiert! aber das ist dieses album auch so schon! hoffentlich hat die band hiermit endlich mal den lange verdienten erfolg!
(vk)