home                                     club        musik        konzerte
plattenkritiken | popnews | interviews | popclassics | clubplaylists | plattenlabels

plattenkritik

sweatmaster - song with no words ep
bereits erschienen (bad afro / cargo)

laut info sind die drei finnen in ihrer heimat schon richtig groß. sie tourten u.a. mit the darkness durch die halbe welt, womit wir schon beim ersten rock´n´roll klischee wären, und genau den spielen die drei meister des schweißes. offensichtlich soll auch der name schon klar die richtigung vorgeben: hier wird gearbeitet. schweiß fließt, halsschlagadern stehen vor usw., womit wir schon beim zweiten klischee angekommen wären.
auf der ep befinden sich acht songs mit einer dauer von knapp 17 minuten! also auch das hätten wir abgehakt. und weiter: von diesen songs sind nur zwei ihre eigenen. bei dem rest covern sich die drei äußerst geschmackvoll quer durch die punk rock geschichte: angefangen in den 60ties mit music machines 'talk talk', geht´s weiter über die wipers, die misfits und sogar minor threat, die erfinder des straight edge, sind dabei. all diesen songs drücken sie ihren eigenen stempel auf und das durchaus gekonnt. 'i don´t wanna hear it' von minor threat wirkt so seltsam eingängig.
insgesamt rockt es hier dreckig und keine spur überproduziert vor sich hin. authentizität! obwohl sweatmaster offenbar versuchen, auf den zur zeit so hippen (bzw. langsam schon nicht mehr ganz sooo hippen) rockzug aufzuspringen, wirken sie sehr frisch und bei weitem nicht so gekrampft, wie viele andere. und wer solche vorbilder hat, muß doch gut sein, oder? auf jeden fall eine positive überraschung. bleibt abzuwarten, ob sie mit eigenen songs auf albumlänge auch überzeugen können. nachzuprüfen anfang nächsten jahres.
(vk)