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plattenkritik

the minus 5 : the minus 5 (the gun album)
v.ö.: 03.02.06 (cooking vinyl/indgo)

was machen (indie)rockstars, wenn sie sich auf einen drink treffen und langweile haben? richtig! sie gründen eine band! so geschehen bei ken stringfellow und john auer von den posies, peter buck von r.e.m.(!) und der mir eher nicht bekannte scott mccaugheys. zusammen gründeten sie bereits 1993 minus 5 und bescherten uns bereits sechs alben. schöne alben wie das sehr teenage-fanclub-mäßige "in rock" oder das wunderbare an beach boys erinnernde "down with wilco"(naheliegenderweise mit wilco). scott mccaugheys, der auch bei r.e.m. mitarbeitet, fungiert dabei als eine art kopf der band und ist neben peter buck einziges ständiges mitglied.
bei dem neuesten werk haben wieder einmal viele interessante leute mitgewirkt wie etwa der drummer bill rieflin, der schon mit robert fripp, kris noveselic(!), ministry(!!) und den revolting cocks(!!!) gespielt hat. oder auch colin meloy und john moen von den decemberists. oder bei zwei stücken wieder wilco. oder, oder,…
das ergebnis umfasst countrieske songs mit slideguitar genauso wie glamrock und zeigt deutliche anleihen bei den beatles oder auch wieder teenage fanclub. durchaus vielseitig ist "the minus 5 (the gun album)" geworden. anders kann man es wohl nicht nennen, wenn eine band quer durch die weiden der letzten popmusikjahrzehnte grast.
ob das projekt nun zu überambitioniert ist oder zu viele köche einfach den brei verderben kann ich nicht sagen. nur ist das hier leider alles etwas zu glatt und langweilig. irgendwie drängt sich bei mir der vergleich mit den traveling wilburys auf. und musikgeschichte hat diese "supergroup" auch nicht geschrieben…hört euch bei der gelegenheit lieber die bereits erwähnten famosen alben "in rock" und "down with wilco" an!
(vk)