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plattenkritik

va: roommates
bereits erschienen, (schinderwies / broken silence)

archie müller – kopf und herz von schinderwies productions - sitzt mit seinen freunden in der wg-küche, kaffeetrinkend, plaudert über musik und alltägliches und spielt ihnen nebenbei eine seiner neuentdeckungen vor: "habe ich euch schon von uwik erzählt?" zarte, bezaubernde töne aus dem norden mit porzellanstimmchen – ganz leicht dahingehaucht und irgendwie betörend. jemand bezeichnete sie mal im vergleich zu gravenhurst als "klein und süß", dabei sind uwik viel mehr: vielfältig, manchmal gehen sie unter die haut und ein anderes mal sind sie einfach nur zeitlos schön. uwik sind aber nur eins von vielen highlights auf "roommates" neben spruce, herztechnik und tripophon.
während spruce im gegensatz zu seinem debut mit "silence" wesentlich kraftvoller auftritt und dabei ein wenig wie die elektronischen "tears for fears" des 21. jahrhunderts klingt, plätschern tripophon eher beruhigend beiläufig dahin. die kaffeetasse wird wieder frisch befüllt und archie öffnet das fenster, um die frühlingsluft hereinzulassen. herztechniks "logic of spring" füllt den raum, das ein leichtes kribbeln auf deinem rücken hinterlässt. alles scheint irgendwie seltsam entrückt und doch so, dass man sich wünscht, es möge immer so bleiben.
starterkid – ein weiteres projekt von spruce sänger christian schnall - reißen dich aus deinen tagträumen und bitten mit "save me" um rettung, doch das ist ganz unnötig. deine "roommates" sind bei dir, bescheren dir einen wundervoll heimeligen nachmittag am küchentisch, lassen die welt ein bißchen unbeschwerter erscheinen und hüllen dich in das angenehme gefühl des nichtalleinseins.
(sz)