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plattenkritiken 2010

biffy clyro - only revolutions
(14th floor records/warner)

schade, nun ist das powertrio beim stadionrock angekommen. altbackend, die letzten post-emo-einflüsse über bord schmeißend,
wollen sich die drei offensichtlich anschicken im fahrwasser von indiskutablen medial "aufgepimpten" mainstreambands zu schwimmen.
dem vorgänger "puzzle", der ihnen die türen in die großen hallen öffnete, kann "only revolutions" in meinen augen nicht das wasser
reichen. von "revolution" kann vielmehr überhaupt nicht die rede sein. ihr fünftes album klingt an vielen stellen völlig überproduziert und mag höchstens noch leuten gefallen, die immer noch völlig überschätzte bands wie linkin park, wolfmother oder green day abfeiern.
orchestraler pathos gepaart mit post-metal-attacken sollen anscheinend größe und musikalische stärke demonstrieren?!
singles wie "mountains", die ihnen den ersten top 10 einstieg in uk bescherte, gaukeln einem musikalischen anspruch vor, doch ist der sound nur bis zur unerträglichkeit aberwitzig aufgeblasen worden.
da können auch die doch teilweise drolligen ideen, wie z. b. das maschierende stampfen auf holzbohlen wie beim opener "the captain" nicht blenden oder ablenken. wer die neuen van halen meets queen of the stone age sucht, ist bei den jetzigen biffy clyro genau richtig. von der einstigen
mir sympatischen indieband ist leider nicht mehr viel übriggeblieben.
(benny ruess)

biffy clyro @ myspace

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