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plattenkritiken 2009

fuck buttons - tarot sport
(atp recordings/indigo)

das zweite album der beiden techno-tüfftler aus bristol schafft das, woran nach meinem geschmack derzeit die meisten elektro-musiker scheitern. fuck buttons schlagen neue progressive wege ein, schmeißen dreampop, 90s dance-nostalgia und elektronische shoegazersounds in psychedelisch schwebende epen, die nie unter fünf minuten bleiben. tangerine dream meets techno-sounds oder wie?
nein, fuck buttons geht es um das betäubende klangerlebnis und das bauen wunderschöner klangskulpturen in hohen lautstärken.
neben ulrich schnauss könnten man sie in uk vielleicht als pioniere für einen neuen indie-elektro-sound verstehen. die platte ist ein trip und dürfte dem einfach gestrickten, kommerziellen elektro-dancer mißfallen. für jeden, der die ruhe und muße hat sich auf diese sound-reise einzulassen sei ein wohlfühlgefühl im klangstrudel garantiert.
aber: play it very, very loud!
(benny ruess)

fuck buttons @ myspace