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plattenkritiken 2009

the little ones - morning tide
(heavenly/cooperative)

die sich selbst als psychedelische folkrocker bezeichnende band aus los angeles hatte mit diesem - ihrem debutalbum - so einige anlaufprobleme: erst den plattenvertrag bei "astralwerks records" verloren, dann auf "branches recording collective" eine ep rausgehauen, um anschliessend bei "heavenly" mit ihrem erstling auftrumpfen zu können. dabei gibt es die "little ones" schon seit einigen jahren, die staaten werden regelmäßig betourt und 2007 waren sie im vorprogramm der kaiser chiefs zusammen mit we are scientists im vereinten königreich unterwegs. die presse ist ihnen bis dato auch wohl gesonnen – anfang 2009 wird schließlich wieder die usa bereist. aufmerksamen hörern diverser internetradioanbieter ist die letzte single auf "astralwerks records" - "ordinary song" – wahrscheinlich aber eher unangenehm in erinnerung. hatte sie sich doch nach kürzestem hören eher als penetrant einprägsamer ohrwurm mit netter instrumentierung – glockenspiel ist immer gut – aber nervigstem refrain im kopf eingenistet.. leider findet sich dieser titel auch gleich an zweiter stelle des albums, das ansonsten mit eher aufgeräumten, fast als niedlich zu bezeichnenden melodien daherkommt.
händeklatschen, kurze mehrstimmige choreinsätze und tempiwechsel sowie eine lyrische affinität für wind, landschaften und die see lassen nicht oft an die nationalität der musizierenden denken, die "little ones" haken sich eher bei den briten unter und das erfolgreich.
als psychedelisch ist an diesem album allerdings nur das artwork zu bezeichnen, die oftmalige erwähnung von zeit und licht in den texten und das schütteln eines tambourins reicht bei der klaren umsetzung der melodien und guten produktionsqualität für meinen geschmack da nicht aus. für freunde von ebbe und flut, östlichen winden, salzigen böen und aufkommenden winden sowieso - gut zum mitwehen! rise and shine!
(kat)

the little ones @ myspace