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dum dum girls - i will be
(sub pop/cargo)
diese plattenbesprechung soll mit einer einschränkung beginnen.
NEIN, dieses ist nicht das beste sub pop debutalbum seit "give
up" von the postal service (so als ein pressezitat zu lesen im
presseinfo)...
ABER es ist
1. sicherlich eines der besseren auf einem der besten und innovativsten
da vielseitigsten ami-indielabels
2. insofern ein spannendes und wichtiges debut, da es im verbund mit
anderen vornehmlich new yorker bands (pains of being pure at heart,
the drums, vivian girls, crystal stilts) und deren jüngeren veröffentlichungen
mediale aufmerksamkeit auf sich zieht und damit weitere öffentlichkeit
für einen "indiesound" schafft, der bis zum letzten jahr
noch kaum jemanden oder nur einen kleinen kreis von nischenhörern
interessierte...
3. somit möglicherweise zur rechten zeit am rechten ort ist, da
es die frage aufwirft, ob wir - vorerst (denn die nächste retro-welle
kommt schneller als du denkst ;0) - die hypes der letzten 10 gitarrenjahre
abhaken können, also weg mit strokes, libertines, interpol, franz
ferdinand und bloc party - und mit diesem "retrosound" auch
in der breite veränderungen der hörgewöhnheiten des gitarrenaffinen
hörers losgetreten werden?
der besagte "retrosound" der dum dum girls ist kein reiner,
destillierter "sound", so wie oben genannte bands nicht in
eine einheitlichen schublade zu packen sind.
und es mag ein wenig überraschen, dass der sound der dum dum girls
denn eigentlich auch nicht sehr besonders, innovativ oder neu ist und
sich plakativ gesprochen aus einflüssen zwischen ramones, shangri-las
und shop assistants bewegt; er klingt also in etwa so wie ihn die französischen
les calamités bereits in den 80igern und aislers set vor 10 jahren
gespielt haben, an dessen rande sich seit jeher die bubblegumpunks von
helen love bewegen oder wie er schließlich jüngst vom schwedischen
trio liechtenstein aufgegriffen wurde.
genau, seine wichtigkeit erhält "i will be" meiner meinung
nach denn auch vielmehr - und das hat es gemeinsam mit den veröffentlichungen
der weiter oben bereits angeführten kollegen von der ostküste
(die dum dum girls kommen aus los angeles) - in der konsequent und genauso
gewollten lofi-igen produktion. es darf wieder scheppern und krachen
und man kann sich mit leicht sausenden ohren endlich mal wieder fragen,
ob eigentlich eine bassspur eingespielt wurde ;0) all das ist - wie
gesagt - nicht neu. aber spannend und NEU ist, dass diese unmittelbarkeit
und einfachheit der produktion in verbindung mit einem guten popsong
nach gut einem jahrzehnt voller pumpender retrowave- und electroclashsounds
von hörern wieder vermehrt als aufregend, neu und unmittelbar identifiziert,
gesucht und gewollt wird!
(mf)
dum
dum girls @ myspace
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