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(zomba/sony)
es
ist der sound, den man von bands kennt, die an der westküste der usa
zu hause sind, den die âfreelance whalesâ spielen. ich fühle mich an
âdeath cabâ, âpostal serviceâ und die âshinsâ erinnert. bands des west-coast-pop,
deren musik jene unbeschwerte leichtigkeit und zugleich eine schleichende,
unterschwellige tragik auszeichnen. âweathervanesâ ist ein musikalisch
durchdachtes debüt der âfreelance whalesâ, denen man â wie bereits angedeutet
â nicht glauben möchte, dass sie aus queens, new york city, stammen.
banjo, harmonium, cello und glockenspiel verorten die songs in den amerikanischen
musiktraditionen des nordwestens. dabei denken die musiker aus queens
die folkloristischen traditionen weiter, komponieren poppige melodien,
stets mit einer bewegung hin zum mainstream. dabei führt das weiterdenken
oft zu einer reduktion der folkloristischen genrestile: mehr synthesizers
und weniger banjo. ein pop-approach, den wir von genannten bands bereits
kennen; auftritte in tv-serien scheinen nicht fern. dass der spagat
zwischen massenkonsum und nischenkunst ein schwieriger ist, ist kein
geheimnis. bleibt zu hoffen, dass die âfreelance whalesâ die musikalischen
traditionen nicht gänzlich vergessen. auf âweathervanesâ finden sie
zumindest noch genügend zeit für ruhige momente musikalischer tradition;
momente, die mich an die atemberaubende landschaft im washington state
erinnern und das großstädtische queens mit all seinem lärm und all seiner
hektik vergessen lassen.
jf
freelance
whales @ myspace
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