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gringo star - all y'all

gringo star - all yall (my anxious mouth / cargo)

der name der band macht es einem zunächst leicht, eine musikalische schublade zu finden. doch das könnte in die irre führen, klingen "gringo star" doch den "kinks" und "animals" viel näher als den "beatles". die vier herren aus atlanta, die ihr debut "all y'all" bereits 2008 produziert haben, vermögen auf sehr wunderbare weise, ihren vorbildern des beat, surfrock und rhythm'n'blues die ehre zu erweisen. der spaß an der musik steht ganz offensichtlich im vordergrund, so tauschen die beiden brüder nick und pete furgiuele sowie pete delorenzo und matt mccalvin zum beispiel angeblich bei livegigs alle paar minuten ihre instrumente. aber auch anhand der songs kann man "gringo star"s offensichtliche spielfreude ablesen: der titeltrack eröffnet das album mit klassischem "kinks"-gitarrenriff, der country-rock von "ask me why" eignet sich prima als barmusik, und der hit "don't go" ist wunderschönster beat-pop mit mehrstimmigem gesang und fröhlichem whoo-hoo-gejauchze. "gringo star" ist eine dieser bands, die sich die formeln der 60er-musik aneignet und ganz schamlos recycelt. das geschieht hier jedoch auf höchstem niveau inklusive schunkelstimmung und ohrwurmmelodien. und das ist ja auch nicht verkehrt, wenn es denn gut gemacht wird wie bei "all y'all", sicherlich einem der besseren beispiele gegenwärtiger handgemachter popmusik.

(torben deinert)

gringo star @ myspace