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plattenkritiken 2010

moto boy - lost in the call
(songs i wish i had written)

der schwede oskar humlebo - mann hinter dem pseudonym und soloprojekt moto boy - ist einfach unverbesserlich... romantisch. begonnen hat alles 2008 mit seinem gleichnamigen debutalbum und wird nun - überbrückt mit einer ep-veröffentlichung - auf seinem zweiten album "lost in the call" konsequent fortgesetzt. wie ich finde, stellt moto boy sehr gekonnt verschiedene musikalische stilmittel in seinen dienst, denn haben sie immer den romantischen, teils tieftraurigen und immer etwas kitschigen grundton seiner musik zu verstärken. aber ebenso souverän schafft es der schwede auch auf "lost in the call" überzeichnete kitschig-peinliche trettminen zu umschiffen. vielmehr vermag er mich auf seinem neuen longplayer insbesondere mit seinen balladen - höre "nite time is my time" oder "if only your bed could cry" - anzurühren. im mittelpunkt der musik steht einmal mehr die ausnahmestimme von oskar humlebo, meist nur dezent unterstützt durch einfach gehaltene keyboard- und gitarrenarrangements. in manchen momenten erinnert mich sein gesang leicht an marc almond, wie mir der soft cell sänger überhaupt ein gutes beispiel zu sein scheint um die schöne atmosphäre, welche die musik aber auch die transportierte attitüde durch albumartwork, internetpräsenz und fotos, etwas besser zu umschreiben und für leser einzufangen.
(mf)

moto boy @ myspace