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(chemikal underground/rough trade)
das
sextett aus glasgow macht es einem als rezensenten nicht unbedingt leicht,
fällt es doch schwer ihre musik mit passenden worten zu umschreiben.
gleiches gilt für den versuch, dem leser mit dem ein oder anderem musikalischen
vergleich anhaltspunkte richtung "könnte mir gefallen" oder
auch nicht anbieten zu wollen.
stattdessen kann man gerade heraus feststellen, dass the phantom band
sich auf "the wants" weitgehend musikalischen band- und genrevergleichen
entziehen, ihrer musik eine eigene düster-pathetische atmosphärische
note geben und sich damit zwischen allerlei stühle setzen. sicher, beim
hören von "the wants" kommen einem schon unweigerlich diverse
andere combos in den kopf, da man einzelne elemente oder höreindrücke
auch bei jenen bereits einmal zu hören geglaubt hat (doves, tv on the
radio, elbow, beta band, the national), aber mit keiner band passen
vergleiche letztlich zufriedenstellend.
vielmehr könnte man sagen, dass es den schotten - besser übrigens als
auf ihrem letztjährigen debut "checkmate savage" - auf "the
wants" gelingt eine notwendige eingängig- und poppigkeit mit allerlei
hinreichenden haken und ösen zu versehen. letztere - etwa einsatz elektronischer
elemente, songlänge und komplexe songstrukturen - bewahren sie davor
eine schnöde indierockband zwischen doves, arcade fire und the national
zu sein. gleichzeitig treiben es the phantom band mit dem einreissen
alter rocktraditionen aber auch nicht soweit, den song als kern ihrer
musik aus den augen zu verlieren und mit einer progressiven rockinterpretation
so kläglich zu scheitern wie z. b. tv on the radio vor gut zwei jahren
mit "dear science". für meinen geschmack finden sie eine ausgewogene
balance und machen es genau richtig!
(mf)
phantom
band @ myspace
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