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s. howard - pop crimes
rowland s. howard - pop crimes

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(infectious/pias)
es ist schon tragisch, wenn ein chronisch unterschätzter künstler wie
rowland s. howard beinahe unbemerkt von uns geht. im dezember starb
er erst 50-jährig an leberkrebs. musikgeschichte geschrieben hat er
als gitarrist von "birthday party" und "crime and the city solution",
nahm mit lydia lunch z.b. eine legendären ruf genießende version von
lee hazlewoods "some velvet morning" auf, arbeitete mit thurston moore,
"the gun club", den "beasts of bourbon" und nikki sudden zusammen. (warum
findet eigentlich immer nur nick cave überall beachtung?).
"pop crimes" ist schon im letzten jahr in howards heimat australien
erschienen und ist nun endlich auch hier erhältlich. es ist quasi das
vermächtnis des stets unheimlich aussehenden hageren gitarrengenies.
aufgenommen wurde die platte u.a. mit mick harvey, mit dem howard seit
"birthday party"-tagen immer wieder zusammen arbeitete. und die musik?
eine düstere atmosphäre durchzieht das ganze album des gezeichneten
mannes. die von seinen alten bands typischen gitarren verbindet er mit
seiner morbiden version von jarvis cockers stimme.
"talk talk"s "life"s what you make it" und townes van zandts "nothin""
werden hier zu repititiven und düsteren stücken. das album atmet -wie
passend vom info bemerkt- den geist lee hazlewoods.
zweifellos ist "pop crimes" eine von rowland s. howards besten solo
arbeiten. umso trauriger, dass es sein vermächtnis ist...
(volker kindt)
rowland
s. howard @ myspace
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