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the irrepressibles - mirror mirror

the irrepressibles - mirror mirror (v2/cooperative/universal)

eine band, der der ruf vorauseilt, live ein besonderes spektakel inkl. umherfliegender musiker und wilder kostüme zu verstanstalten und das bei zehn musikern, von denen fast alle klassische instrumente spielen, lässt einen erst einmal aufhorchen. es drängt sich die frage auf, ob das denn auch auf platte funktioniert oder ob die show mehr über mangelnde musikalische qualitäten hinwegtäuschen soll.
in sachen exzentrik ist songschreiber, sänger und kopf der band, jamie mcdermot, auf jeden fall ziemlich weit vorne. der ein oder andere fühlt sich da vielleicht an jake shillingfords "my life story" erinnert, die vor 13 jahren die schon sehr staubig gewordene brit pop welt mit ihrem streichergetränkten pop aufmischten. zu recht. "the irrepressibles" sind aber deutlich pathetischer. nicht zuletzt wegen mcdermonts stimme, die nicht unwesentlich an die von antony hegarty erinnert. tatsächlich dürfte die treffendste beschreibung ihrer musik genauso lauten: eine mischung von "my life story" und "antony and the johnsons".
das ergebnis funktioniert überraschenderweise auch auf tonträger: schriller streicherlastiger pop mit einer stimme, der man die exzentrik der dazu gehörigen person anhört, bilden einen sehr angenehmen kontrast zum üblichen indie einerlei. toll!

(volker kindt)

the irrepressibles @ myspace