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(splendour/cargo)
'harrys
gym' â was dieser bekloppte bandname soll, weiß kein mensch. denn was
für assoziationen auch immer er hervorruft, keine dürfte der musik der
band nahe kommen. die vier norweger erzeugen einen sound, der voll im
trend liegt und für große bühnen prädestiniert scheint. der opener 'old
man' ihres zweiten albums 'what was ours can't be yours' beginnt mit
atmosphärschen keyboards, verhalltem schlagzeug und dazu dem gesang
von frontfrau anne lise frkedal, deren stimme unter die haut geht, ohne
zu extravagant oder anstrengend zu sein. der song klingt dabei wie eine
geglättete version eines beliebigen 'blonde redhead'-stücks. das darauf
folgende 'the visitor' weckt assoziationen an 'school of seven bells',
'bats for lashes' und all die anderen bands, die in letzter zeit mit
einer mischung aus elektronischem rock, ein wenig weltmusik und esoterischem
gesang erfolgreich sind. ein trend, der nicht ganz neu ist, da eine
band wie 'garbarge' das alles vor 15 jahren schon genauso gut konnte
und mit ihrem elektro-emo-softrock stadien füllte. 'no hero' mit seinem
pochenden bass knüpft zum beispiel an die frühen 'garbage' an, und auch
sonst erfinden 'harrys gym' das rad nicht neu. aber sie biedern sich
auch nicht an, sondern haben ein professionelles, überzeugendes album
geschaffen, dem eine große aufmerksamkeit zuteil kommen sollte. nur
bitte, bitte den ach so doofen namen ändern...
(torben deinert)
harrys
gym @ myspace
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