the wombats - this modern glitch

|
(14th floor/ada/ warner)
skepsis,
skepsis: wenn der künstler den drang verspürt, sich "gegen alles
was wir als band darstellten" aufzulehnen und anschließend "hundertprozentig
davon überzeugt ist, dass einige der songs auf diesem album zu den besten
gehören, die wir je geschrieben haben".
bei "let's dance to joy division" hatten sie mich binnen sekunden
soweit, gute mine zum ballermann-indie zu machen. zu "little miss
pipedream" kann man hervorragend gemeinsam singen.
jetzt also ein neues album - und dann so eins. von menschen, die beim
dünen-buggy wettrennen dem tod ins auge blickten.
hinfort sind all die lieder bezaubernd einfacher teenager-logik und
weisheit. hinzugekommen eine portion küchentisch-psychologie.
wohl wahr: auch diesmal lässt sich die lautstärke bedenkenlos aufdrehen,
die selbst definierte formel von "elektro + grunge + das, was sie
auf dem ersten album hatten" geht sicherlich bei "techno fan"
und zum beispiel "walking desasters" auf.
allerdings birgt das album mehr als nur ein paar ernüchternde minuten:
so einfach ist das eben nicht mit der heilung der depressiven dieser
welt, die melancholiker mögen sie vielleicht an einem guten tag erwischen
("anti-d"). und die von der liebe enttäuschten? die mutieren
zu reflektierten tunern die abschätzig über frauen singen. oh bitte!
als "garantierter radiohit" angepriesen zu werden ist wohl
die beste entsprechung für den gerne in beurteilungsschreiben verwendeten
satz: er hat sich stets bemüht.
das haben sie sicherlich: sich bemüht, sich hilfe gesucht (dave navarro)
und sich gut zugesprochen ("es wird abenteuerlich, wie ein wirlbelwind").
bislang habe ich mich über jeden entdeckten glitch gefreut, ihn schamlos
ausgenutzt oder zumindets einmal breit gegrinst - "this modern
glitch" ringt mir ein müdes lächeln ab.
(kat)
the
wombats @ myspace
|
|