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(noise company)
definitiv!
das texanische sextett wild child versteht es sehr gekonnt, sich am
alternativen rand des mainstreams zu positionieren, genau richtig um
genug abstand zum schnöden einheitsbrei zu wahren und gleichzeitig so
charmant und einschmeichelnd wie extravagant zu klingen, dass auch "trudchen
brammel" - sofern sie auf die musik von wild child aufmerksam würde
- mitwippen und den "gefällt mir" button drücken kann. swingender
folk- und indiepop, der mit seinen duetten an die isländischen kollegen
von of monsters and men erinnert, in seinen verschleppten momenten ganz
entfernt an die landsleute von cold war kids denken läßt und ansonsten
mit künstlerinnen wie zaz oder caro emeralds kokettiert. und was sich
hier jetzt vielleicht ein wenig lästernd liest, ist eigentlich nicht
so gemeint. richtig ist zwar, muskalisch ist "the runaround"
nicht so meins, und doch haben wild child meinen respekt. es ist nämlich
eine große kunst, sich nicht vom popzirkus aufsaugen und künstlerisch
aufzehren zu lassen, sondern mit ihm zu spielen und dabei seine eigenständigkeit
zu erhalten. ob das wild child bei zunehmenden erfolg auch weiter gelingt
muss die zukunft zeigen... zum jetzigen zeitpunkt allerdings komme ich
nicht um die feststellung herum, dass sich die amis mit ihrem zweitling
"the runaround" selbst eine verdammt gute vorlage geliefert
haben, um ein echter "grower" zu werden und zeitnah durchzustarten.
das album - welches übrigens von ben kweller produziert ist - klingt
ausgereift, gleichzeitg unterhaltsam und der einsatz diverser instrumente
(ukulele, banjo, bläser) legt weiter einen gewissen musikalischen anspruch
nahe. in den usa wurde "the runaround" bereits vor einem jahr
veröffentlicht und brachte der band zahlreiche positive resonanzen in
der medien- und netzöffentlichkeit ein. kann mir gut vorstellen, dass
die stimmen hierzulande ähnlich begeistert sein werden...
(mf)
wild
child @ world wide web
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