tubbe - keine arbeit lieber tanzen

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(audiolith/broken silence)
tattoos,
riesige brillen, jogginghose, schlabbershirts – tubbe? das sind doch
diese styler aus berlin, die noch immer auf diesem längst zu ende erzählten
elektropop-ding festsitzen, oder? klar, aber die sind auf audiolith
und deshalb dürfen die das. und auch wenn ihr sound manchmal nach mia
oder rosenstolz klingt, kann man denen nie so wirklich böse sein. allein
die attitüde "keine arbeit lieber tanzen" spricht doch bände.
die meinen das ernst und hecheln nichts hinterher außer ihrem eigenen
geschmack. es wird ja wohl noch erlaubt sein, einen traum zu leben.
wer seinen eigenen musikgeschmack so normal und ehrlich auf albumlänge
auslebt, wird auch nicht für akkordfolgen erschlagen, die allein letztes
jahr mindestens 200 mal in den charts waren. denn verträumte hymnen
wie "dummheit sticht armut" berühren das herz und tun wirklich
niemandem weh. ndw-titel wie "punkopa" sind aufmüpfig und
versöhnlich zugleich. und was ist mit songs wie "sechzehn zwerge"?
eigentlich schlager-tekkno à la helene fischer ohne ein fünkchen augenzwinkern.
genug grund also, alles kurz und klein zu schlagen. aber nein, stop!
tubbe sind sympathisch, audiolith ist das label unseres vertrauens und
diese verdammten lieder auf "keine arbeit lieber tanzen" haben
dermaßen ohrwurmcharakter, dass man zum schluss dann doch lieber den
hut als das beil zieht.
(mike witschi)
tubbe
@ world wide web
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